Ich appe!

Vergessen Sie mal kurz, dass ich verheiratet bin. Ich habe mich nämlich verliebt. Und zwar in mich. Genauer gesagt in mich in sechs Wochen. Also wenn die Quarantäne wieder vorbei ist. (Ich schätze diese Zeit mit sechs Wochen ein.)

Seit ich daheim in meiner persönlichen Welt, völlig abgeschirmt von der Realität und nur in meinen Gedanken lebe, habe ich ein Bild in meinem Kopf kreiert, was ich alles sein könnte, Post Corona sozusagen. Ich habe mich quasi selbst neu erfunden. Und ich liebe was ich sehe. Und dieses Bild sieht so aus: Ich mit Siegerlächeln im Gesicht, 10 Kilo leichter, mit gestähltem Körper, wallendem Haar (in meiner Fantasie wachsen die Haare 1 cm am Tag). Wie ich tatsächlich aussehe, wollen sie nicht wissen.

Aber ich bleibe realistisch. Ich weiss natürlich, dass ich dieses Mamut-Vorhaben (und das ist es) nicht alleine schaffe. Aber wofür gibt es Apps? Und davon gibt es ja viele.

Abnehmen: Ein Meer an Möglichkeiten. Weight Watchers. Erste Woche 3 Kilo, zweite 2, dritte nichts. Ich errechne mir schnell das arithemtische Mittel (dass ich jetzt dank Homeschooling kann) von einem Kilo Abnahme in der Woche. Drei wären besser, also nächste App. Intervall-Fasten. Das klingt gut. 16:8. Das schaff’ ich mit links. 16 Stunden essen, 8 Stunden fasten ist doch super. Bis ich erkenne, dass es andersrum ist. Mist. Nächste. So switche ich durch die Gegend bis ich bei der altbewährten Kohlsuppen-Diät angelangt bin, bei der man das Fett sozusagen aus dem Körper furzt. Das ist alles nichts, ich versuche es besser mit Sport. Ist auch viel gesünder.

Ich zappe schnell durch die Gymnastik Apps, die es am Markt gibt, die wirklich tolle Übungen bieten: Lauftrainig, Yoga, Pilates. Alles ist machbar, alles ist möglich. Wenn man es denn macht. Und mich überkommt eine unangenehme Erkenntnis: Die gleiche Überwindung, die es mich gekostet hätte, mich aufzuraffen und ins Fitnesstudio zu gehen, überkommt mich jetzt, wenn ich die zwei Meter von meiner Couch zu meiner Yogamatte zurücklegen muss. Aber so ist es wahrscheinlich mit allen unangenehmen Dingen. Und ich wundere mich: Warum gibt es dafür keine App? Eine „Den-inneren-Schweinehund-besiegen“ App. Aber vielleicht gibt es die ja? Und ich öffne mein Handy und begebe mich auf die Suche …

Also … bleibt heiter 😉 und daheim!

Eure Eva ❤️sprung